Ein Trend ist erst Trend, wenn er auch im Internet stattfindet. Dort gibt es eine ganze Reihe von jungen und mittelalten Bloggern, die aus echter Überzeugung für mehr Nachhaltigkeits-Bewusstsein arbeiten. Reto Stauss aus der Schweiz hat diese hier zusammengefasst und hält die Liste seiner ausgewählten Nachhaltigkeitsblogger weiterhin aktuell.
Ob und wie sich die jungen Lohas-Portale entwickeln weiß man im Moment noch nicht, Peter Parwan auf Lohas.de war einer der ersten, der sich des Themas annahm. Wenn allerdings irgendwo viel Geld dahinter steckt (z.b. Burdas ivy-world oder utopia), kann damit schnell die Aufmerksamkeit - vielleicht auch die Ernsthaftigkeit? - abgelenkt werden. Diese Gefahr halten wir beim "alternativen Branchenbuch," in dem wir seit fast 20 Jahren präsent sind für geringer, denn dort sind vor allem die Firmen versammelt, die seit vielen Jahren nicht nur schreiben, sondern auch handeln. Klar, bei eco-world.de sind die alten Ökos vertreten und wir wissen noch nicht, ob die neuen Lohas nach denen suchen, oder eher nach marketingtechnisch perfekt verpackten SchickiMicki-Firmen, die mit der Geschichte des nachhaltigen Lifestyles die großen Aufträge in allen Branchen absahnen.
Wir sehen das Geschehen gelassen, engagieren uns aber gleichzeitig in dieser Richtung hauptsächlich in unserem eigenen Nachhaltigkeitsblog.
Lohas handeln nach unserer Überzeugung nicht nach einem neuen Trend, sondern nach dem gesunden Menschenverstand. Denn es macht Sinn darüber nachzudenken, ob man die Organisation, der man sein Geld für Lebensmittel,
Klamotten oder Einrichtungsgegenstände anvertraut, auch wirklich unterstützen möchte oder nur deren billiges Produkt nutzen will. Weg vom unreflektierten
Konsumdenken hin zur qualitätsbewussten Lebensart ist keine Utopie, sondern eine logische Denkweise. Und es ist auch nicht ganz doof darüber nachzudenken, ob mir „bio” in Neuseeland wichtiger ist als unzertifizierter, aber rechtschaffener Umgang mit Mutter Erde in der Nachbarschaft.