Nachhaltige Möbel und nachhaltige Küchen, Bio Möbel oder Öko Möbel?

Nachhaltigkeit seit 1988: da hieß es noch Öko Möbel oder Bio Möbel

Was macht nachhaltige Möbel aus? Der Rat für nachhaltige Entwicklung hat für Bio Möbel oder Öko Möbel folgende Formulierung gewählt:

"Nachhaltige Möbel zeichnen sich durch eine hohe Wertigkeit von Materialien und Verarbeitung aus. Sie sind daher besonders langlebig und stabil. Die Hersteller nachhaltiger Möbel verwenden ausschließlich natürliche Rohstoffe, die unter verantwortungsvollen Umwelt- und Sozialbedingungen gewonnen und verarbeitet wurden."

Die 1988 als ökologische Massivholzschreinerei gegründeten Möbelmacher fertigen nicht erst seit dem ökologischen Neubau in Unterkrumbach 1997 Möbel und Küchen aus dem Holz der Hersbrucker Alb in Einzelanfertigung und in einzigartiger Fertigungstiefe. 

Wir kaufen die frisch gefällten Stämme direkt von den Waldbauern, entrinden, sägen und stapeln sie selbst auf unserem Gelände und verarbeiten das gesamte Material abfallfrei, weil alle Reste das ganze Gelände nebst regionalem Musterhaus und den Trockenkammern heizen. In liebevoller Einzelanfertigung entstehen daraus nachhaltige und langlebige Massivholzmöbel: ausschließlich in der eigenen Werkstatt mithilfe des Stroms aus der Fotovoltaikanlage und grünem Strom.

Weil seit einigen Jahren ganz seltsame Werbeaussagen zu diesem Thema im Internet, aber auch in den Möbelhäusern und Küchenstudios zu hören sind, stellen wir auf dieser Seite unsere eigene Überzeugung über nachhaltige Möbel nochmal ausführlich dar.

Ausschließlich nachhaltige Materialien und kurze Transportwege ab 500 Meter

Unsere "regionale Waldschöpfungskette" und die anderen ehrlichen Materialien

Ehrliche Materialien

Nur ehrliche Materialien und Freiheit von Schadstoffen

Glas, Keramik, Leder, Naturstein, Edelstahl, Rohstahl, Rindentuch, Kork, Linoleum

Biologisch behandelte Holzoberflächen

Ausschließlich volldeklarierte Naturfarben veredeln unsere Bio Möbel

Nachhaltige und umweltfreundliche Produktionsabläufe in Unterkrumbach

Regionale Waldschöpfungskette, Energiemangement und Verpackungsfreiheit

Langlebigkeit, Reparatur, lebenslanger Service, Upcycling und Rücknahme

Im Ernst: Wir kümmern uns auch um das Vererben Ihrer Möbel und Küchen und sogar um Ihren Sarg

Vererben und Möbel-Rücknahme mit Upcycling

Immer öfter nehmen wir Möbel auch zurück und finden Menschen, die noch Freude daran haben

Massivholz ist nicht totzukriegen, aber sollten Sie es mal selbst sein, ändern wir die Möbel gerne für Ihre Erben oder Freunde, oder wir nehmen sie zurück. 

Nachhaltige Arbeitsplätze die nicht nur Arbeit, sondern auch Freude machen

Soziale Verantwortung für Mitarbeiter und die Gesellschaft

Höchste weibliche Ausbildungsquote und viele Preise

Unsere Auszubildenden und besonders die weiblichen haben seit 1989 viele Preise gewonnen

Angenehmer und ergonomischer Abeitsplatz

Elektrisch verstellbare Arbeitsplätze, fairer Lohn, flexible Arbeitzeiten

Familien- und enkelgerechte Arbeitsplätze für alle

Engagement für regionale Wirtschaftskreisläufe und den Rest der Welt

Veranstaltungen und Unterstützung für Nachhaltigkeit in der Hersbrucker Alb

Kochshows mit regionalen Lebensmitteln und Köchen

Unterkrumbacher Werkstatt-Tage als jährliches Event und Verbindung zur Kunst

Engagement für Kinder im Fuchsaurundweg

Kommunikation über Nachhaltigkeit auf allen verfügbaren Kanälen

Von der Homepage, über Social Media, den Videokanal bis zum Nachhaltigkeitsblog

seit 1997 regelmäßig kostenloses Jahrbuch mit Berichten über Nachhaltigkeit

Monatlicher Newsletter, der im Begleitvideo vorgelesen wird

Das älteste Handwerksblog startete im Jahr 2005

Das regionale Musterhaus als Paradebeispiel für nachhaltige Möbel, nachhaltige Einrichtung, aber auch den ökologischen und regionalen Hausbau

Keine Transportwege über 100 km und alle Handwerker aus der Region

Die Idee zum regionalen Musterhaus vom Baum zum Wohnen

Regionaler Perfektionismus mit allen Kriterien

Holz, Materialien und Handwerker für das regionale Musterhaus aus der Region

Wichtige Öffentlichkeitsarbeit für nachhaltiges Bauen

Zusammenarbeit mit Kunst und Wissenschaft und die Anerkennung dafür

Kooperationen und Preise belegen unsere Nachhaltigkeitsstrategie

Der CO² Fußabdruck war Titel einer wissenschaftlichen Veranstaltung

Zusammenarbeit mit der Wissenschaft nicht nur zum CO² Fußabdruck

Einrichtung im Hirtenmuseum Hersbruck

Zusammenarbeit mit Künstlern und Museen

Preise für Nachhaltigkeit und mehr

Umweltbotschafter, Nachhaltigkeitspreise und andere Anerkennungen



Unsere Definitionen von nachhaltigen Möbeln, Bio Möbeln und Öko Möbeln

Eigentlich fast gleich bedeutend und doch gibt es andere Prioritäten

  1. Umweltfreundliche Materialien: Nachhaltige Möbel sollten aus natürlichen und wiederverwendbaren Materialien hergestellt werden.
  2. Nachhaltige Herstellung: Der Herstellungsprozess sollte so umweltfreundlich wie möglich sein und möglicherweise die Verwendung von erneuerbaren Energien und keine schädlichen Chemikalien beinhalten.
  3. Langlebigkeit: Nachhaltige Möbel sollten so langlebig wie möglich sein, um die Notwendigkeit zu vermeiden, sie häufig zu ersetzen.
  4. Ethische Arbeitsbedingungen: Nachhaltige Möbel sollten unter ethischen Arbeitsbedingungen hergestellt werden, und die Arbeiter sollten angemessen bezahlt und behandelt werden.
  5. Recyclingfähigkeit: Nachhaltige Möbel sollten am Ende ihrer Nutzungsdauer leicht up- oder recycelt werden können.

Öko Möbel sind für uns Unikate, die unter Berücksichtigung der Umwelt und sozialer Verantwortung hergestellt werden. Bei deren Herstellung wird auf auf Nachhaltigkeit, Umweltfreundlichkeit und ethische Arbeitsbedingungen geachtet. Öko Möbel werden aus natürlichen und biologisch abbaubaren Materialien wie zum Beispiel Massivholz hergestellt und vermeiden die Verwendung schädlicher Chemikalien und synthetischer Materialien. Zusätzlich sollten Öko Möbel energieeffizient hergestellt werden und damit eine wesentlich geringere Umweltbelastung darstellen als herkömmliche Möbel.

Bio Möbel bestehen aus natürlichen, nachhaltigen und biologisch abbaubaren Materialien. Diese Möbel werden meist aus Massivholz hergestellt und verzichten auf schädliche Chemikalien und synthetische Materialien. Bio Möbel müssen umweltfreundlicher und gesünder für den menschlichen Gebrauch sein, indem sie die Verwendung von giftigen Substanzen vermeiden und eine geringere Belastung für die Umwelt darstellen. Zusätzlich sind sie für durch offenporig behandeltes Massivholz das Raumklima auch noch förderlich.


Das Holz aus der Nachbarschaft - "Die regionale Waldschöpfungskette"

Es gibt viele gute Gründe für regionale Wirtschaftskreisläufe

Niemand kann uns so wertvolles Holz liefern, wie wir es uns selbst mit viel Zeit erarbeiten:

  1. Bei uns werden jährlich ab Dezember die Stämme frisch nach dem Sägen angeliefert, manche Bäume standen weniger als 500 Meter von unserer Werkstatt entfernt. Sie werden direkt mit dem Rückezug angeliefert, weil sich das Umladen auf den LKW nicht lohnen würde und der Rückezug aus dem Weg vom Wald nach Hause sowieso bei uns vorbeifährt.
  2. Ende März, Anfang April kommen die Entrinder der Familie Feulner: Diese Monstermaschine entfernt von rund 120 Kubikmetern Hartholz in rund drei Stunden. Dieses Video muss man sich unbedingt ansehen. 
  3. Idealerweise kommt tags darauf Claus Gerstacker mit seiner mobilen Säge. Auf die laden wir mit dem Stapler die Stämme und er sägt sie in die von uns angegeben Stärken. Danach stapeln wir die Bretter sorgfältig, fotografieren und katalogisieren sie. Und zwar so, dass wir nach einigen Jahren im Außenlager lebhafte oder ganz saubere Stämme schon im Computer unterscheiden können. So finden wir den richtigen Stapel für den Geschmack unserer Kunden und befördern ihn aus dem Lager in eine der Trockenkammern. 
  4. In der Trocken gehen wir extrem schonend mit dem Holz um, sind aber ein wenig gemein zu den Tierchen, die wir nicht in unserer Werkstatt haben wollen. Wenn wir dicke Bretter bohren wollen, müssen die schon mal 7 Wochen in der Trockenkammer liegen. (In modernen Vakuum-Trockenanlagen geht das in ein paar Tagen, aber das Ergebnis ist eben etwas ganz anderes.) Wir steuern genau den Trocknungsgrad, der das Holz in Ihrer Wohnung dann kaum noch Aufquellen oder Schwinden lässt.
  • Wir garantieren mindestens 95 % Holz aus Franken, meist sind es aber 100 %.
  • Rund 75 % unseres Einkaufs findet in der Hersbrucker Alb statt, also nur einige Kilometer von unserer Werkstatt entfernt.
  • Bis zu 30 % unseres Holzbedarfs ersteigern wir auf Wertholzsubmissionen in Franken, aber selbst dann fällt keine Anfahrt über 100 Kilometer an.
  • Das Geld unserer Kunden geben wir bei unseren Nachbarn aus und erhöhen so die Lebensqualität in der Hersbrucker Alb
  • Davon profitieren direkt unsere Waldbauern, die Holztransporteure, die Forstbetriebsgemeinschaft Nürnberger Land, die Entrinder, der Betreiber des mobilen Sägewerks und hoffentlich auch deren Familien und Freunde
  • indirekt über die Steuern, die durch bewusste Regionalität hier bleiben, profitieren damit auch die Gemeinden und damit die Schulen und wir alle 

Ehrliche Materialien, Schadstoffreiheit und gesundes Wohnen

Nur Naturprodukte und andere als baubiologisch unbedenklich anerkannte Materialien

Als „ehrliche Materialien“ bezeichnen wir alles, was wir bedenkenlos in Ihre Wohnräume einbauen können, ohne befürchten zu müssen, dass sie Schadstoffe ausgasen.  Neben Massivholz und Naturstein sind das vor allem:

  • Glas in allen Ausführungen
  • Edelstahl, Rohstahl und andere Legierungen von Metallen
  • Keramik gesintert und konventionell
  • Linoleum und Kork
  • Leder, schadstofffreie Textilien
  • Rindentuch
  • Sperrholz ohne Tropenholz für Rückwände und Schubladenboden
  • Dreischichtplatten, die zum Massivholz zählen

Wir vermeiden Plastik, wo wir können. Das gelingt meist, aber leider nicht immer.
Wir arbeiten nicht mit Tropenholz, mit Span-, MDF- und Tischlerplatten.


Biologische Oberflächenbehandlung mit den Naturfarben von Livos seit 1980

Schon vor der Möbelmachergründung verwendete herwig Danzer ausschließlich Livos-Produkte

Die Firma Livos war Mitte der 70er Jahre der erste Hersteller von Naturfarben und wir sind ihr seit über 40 Jahren treu geblieben. Es gibt eine Volldeklaration der Inhaltsstoffe, die Sie selbst im Internet lesen können. Produkte der chemischen Industrie bekommen unsere Massivholzmöbel und -küchen nie zu spüren. Denn gerade bei den großen Oberflächen von Schränken im Schlafzimmer und Küchen gasen Chemieprodukte häufige wahre Schadstoffcocktails aus.

Das Aufbauen einer Öloberfläche ist deutlich aufwändiger, als Lackieren, aber dafür kann sie auch ein Leben lang nachgepflegt werden. Die Pflege ist unaufwändig, jedes offenporig behandelte Massivholzmöbel kann außerdem auch bei Dellen, Kratzern und sogar Schnitten repariert werden, solange nicht jemand mit der Kettensäge ...

Auf dem Möbelmachergelände können sie die Öloberflächen einiger alter Küchen (22 und 27 Jahre) selbst in Augenschein nehmen.

 

 



Nachhaltige Möbelfertigung, Fertigungstiefe und Holzlieferkette bei den Möbelmachern

Moderne und rückenfreundliche Maschinen und Arbeitsplätze

Ein Zusammenfassung der handwerklichen Arbeitsschritte in der Werkstatt. Wenn Sie uns besuchen, zeigen wir Ihnen alles im Original.

  1. Ablängen: Die getrockneten Bretter werden nach Stückliste mit der Kettensäge zunächst auf die passende Länge geschnitten
  2. Besäumen: An der rückenfreundlichen Längsschnittsäge wird zunächst die Rinde weggeschnitten und danach ganz nach dem persönlichen Wunsch das Holz ohne oder mit vielen Astlöchern in parallel besäumte Lamellen gesägt
  3. Hobeln: Im Hobelautomat (Vierseiter) werden die Bretter in angenehmer Arbeitshöhe von allen vier Seiten gleichzeitig gehobelt. Die anfallenden Späne wird zum Beheizen des ganzen Geländes und der Trockenkammern verwendet
  4. Sortieren: Der wichtigste Prozess ist das Sortieren der einzelnen Lamellen zu einer Schrankseite, die ästhetisch gut aussieht und auch noch "liegen bleibt", sich also nicht verzieht. Dafür gibt es Schreinerregeln, die auf der Zellstruktur der Bretter beruhen, die unbedingt eingehalten werden müssen, um "Schüsseln" oder "Bauchen" zu verhindern.
  5. Verleimen: Früher hat man sich mit den Schraubzwingen Blasen an den Händen geholt, heute erledigt das die Druckluft im Verleimstern: Die seitlich mit baubiologisch anerkannten Holzleim bestrichenen Bretter werden wohlsortiert eingelegt und mit Druckluft so verpresst, dass die Platten nach einer Stunde wieder herausgeholt werden können.
  6. Schleifen: Durch die Breitband-Schleifmaschine (132 cm) mit drei eingebauten Schleifbändern werden die fertig verleimten Platten von einem Förderband transportiert und in drei Körnungen von grob nach fein perfekt geschliffen 
  7. Fräsen, Bohren, Formatieren: Die fertig verleimte Möbelseiten und -böden werden auf der computergesteuerten CNC-Maschine (Computerized Numerical Control) von Vakuumspannplatten gehalten, auf das Fertigmaß gesägt, die Kanten werden gefräst und geschliffen, alle Beschlagbohrungen und Fugen für die Rückwände gesetzt. Wohlgemerkt: das macht so wenig der Computer, wie Ihr Word-Programm Texte schreibt, das müssen unsere Damen und Herren der Maschine aufwändig beibringen. 
  8. Verleimen in der Korpuspresse: Die fertig gefrästen Möbelteile werden mit dem Auge kontrolliert, mit der Hand, falls nötig nachgearbeitet und in der Korpuspresse verleimt.
  9. Öloberläche aufbauen: Die Korpusse (sie heißen wirklich so! Also weder "Korpi", noch "Korpen", sondern einfach Kopusse. Wenn man es tatsächlich lateinisch deklinieren wollte, dann müsste es Corpora heißen). Also zurück zum Ölen: Die Korpusse, die Schubladen, die Rückwände und die Arbeitsplatten werden in einem aufwändigen Verfahren zunächst gewässert, nochmal geschliffen und danach mehrfach geölt   
  10. Endmontage: Nach einigen Tagen Trockenzeit werden die Möbel montiert und sind "schwuppdich" fertig
  11. Montage: Jetzt müssen sie nur noch beim Kunden montiert, berechnet und bezahlt werden.

Uns ist kein anderer Betrieb bekannt, der im Wald die Bäume kauft, auf dem eigenen Gelände entrindet, sägt und lagert und die in Einzelanfertigung entstandenen Möbel einige Jahre später selbst zu den Kunden liefert. Dafür gibt es Gründe:

  • der Einkauf kostet viel Zeit und Geld, welches dann im Lager rumliegt
  • das Handling der Stämme von der Organisation bis zum Hochstapeln erfordert Erfahrung und ist gleichzeitig richtig anstrengende Knochenarbeit für das ganze Team
  • die jährliche Aktion kostet abgesehen vom ständigen Organisations- und Einkaufsaufwand vom Entrinden bis zum fertig eingeräumten Holzlager meist drei Wochen Zeit, in denen es auch mal regnet oder sogar schneit
  • Wer uns – wie schon einige Kunden und Freunde bisher – dabei helfen mag, stellt sich auf Termine Ende März bis Anfang April ein und ruft uns einfach an
  • Dafür freuen wir uns den ganzen Rest des Jahres über eine auf anderen Wegen nicht zu erreichende Holzqualität 

Unsere Lieferkette beim wichtigsten Material Holz ist dank des eigenen Einkaufs im Wald oder bei Wertholzversteigerungen gesichert (Holz-Lieferprobleme hat nur der Handel, nicht der Wald). Der Holzvorrat für rund fünf Jahre von knapp 400 Kubikmetern Hartholz wird jährlich neu aufgefüllt. Lustigerweise war die Liefersicherheit ja eigentlich nicht unsere Absicht, sie ist nur ein sehr angenehmer Nebeneffekt unserer Regionalitäts-Philosophie. Denn nur mit einem eigenen großen Holzlager ist regionales Wirtschaften glaubwürdig umzusetzen, wer auf Händler angewiesen ist, kann nie genau sagen, wo das Holz herkommt. Das hat den Bayerischen Rundfunk zu diesem Fernsehbeitrag über unsere Holzwirtschaft inspiriert.

Nachhaltige Energieversorgung dank Sonne, Restholz und Regen

Strom aus der Photovoltaikanlage, Wärme durch Abfallholz, Regenwasser für WC-Spülung und unser Biotop mit Steruobstwiesen

  • Im Jahr 2017 ärgerten wir uns nicht über kaputte Dachziegel (schluck), wir freuten uns lieber auf unsere neue Photovoltaikanlage (29,64 kWp), von der wir laut Langzeitmessung unseres Stromverbrauchs über 80 Prozent des Stromes selbst für Ihre Küchen und Möbel verwenden werden.
  • Seitdem erzeugen wir manchmal über zwei Drittel unseres Strombedarfs (rund 55 000 kWh) selbst und seit Juni 2018 Jahres kühlen wir damit auch klimaneutral Büro und Ausstellung für Mitarbeiter und Kunden. Auch von außen, bzw. über das Internet kann man unsere Stromerzeugung dauerhaft beobachten.
  • Prinzipiell ist der Energiebedarf bei der Herstellung von Massivholzmöbeln im Vergleich zu Möbeln aus Plattenmaterial immer am geringsten, weil kaum energieintensiver Zerspanungsaufwand anfällt. Die in Bretter geschnittenen Bäume werden zu wunderbaren Möbeln verarbeitet und nicht die komplett zu Brösel zerspanten MDF- oder Spanplatten, die auch mit giftigen und ausgasenden Kunstharzen vermischt werden müssen.
  • Zusammen mit den Naturharzölen von Livos werden unsere Möbel zum umweltfreundlichsten Möbel, das wir kennen. 

Unsere Absaugung holt die Späne von den Maschinen und dem Restholzzerhacker. Danach werden sie vollautomatisch zu 7 cm großen Briketts gepresst und in den Bunker oberhalb der Heizanlage verschoben. Die Heizung muss wegen der Trockenkammern auch im Sommer durchlaufen, schaltet sich aber auch ab und zündet sich selbständig wieder an. Nebenbei versorgt sie Werkstatt, Büro und Ausstellung, aber auch das regionale Musterhaus mit Wärme, bzw. Fernwärme.

Auf diesem Weg ist der größte Teil unseres Einkaufs als Kohlenstoffspeicher in Möbeln und Küchen verbaut, der Rest wird ohne notwendige Zukäufe aus nachwachsenden Rohstoffen klimaneutral und in einer modernen Anlage zur Wärmegewinnung genutzt.

 

 

Wir installierten beim Neubau 1997 zwei 5000-Liter-Zisternen, wovon eine der Unterkrumbacher Feuerwehr als Löschwasser vorbehalten ist. Die andere ist dank unseres großen Daches selbst in Trockenzeiten gut gefüllt. Auch bei den 21 bisherigen Werkstatt-Tagen mit manchmal über 2000 Besuchern gab es keine Engpässe. Nebenbei pflegen wir damit unser Biotop nebst Steuobstwiesen. 

Einzelanfertigung statt Massenware, verpackungsfrei beim Kunden montiert

Möbel, die auf Halde produziert werden, landen oft unverkauft im Abfall, wie bei den Lebensmitteln. Das umweltfreundlichste Möbel ist das, das erst gar nicht gebaut wurde.
In Unterkrumbach werden – abgesehen von einige "Miniserien Ausnahmen" – Bio Möbel ausschließlich auf Bestellung gefertigt. Aber VOR der Bestellung, werden die Möbel und Küchen erst gemeinsam mit den Kunden entworfen und später als echte Unikate hergestellt.

Natürlich bauen unsere Kunden dadurch eine ganz andere Beziehung zu IHREM Möbel auf, als wenn es das gleiche Möbel bei tausend anderen Menschen baugleich gäbe. Es entspricht nicht dem Standardgeschmack, sondern wurde ganz fein auf die persönlichen Wünsche abgestimmt und genau so verwirklicht.

So ein Einzelstück wirft man nicht weg, es wird geliebt, umgezogen, geändert oder auch vererbt.

Wenn das nicht nachhaltig ist?

 

 

In jeder Möbelfabrik und selbst bei kleineren Herstellern steht am Ende der Fertigung die Verpackung. Weil der Kunde sie ja nicht zurückgeben kann, muss sie so billig, wie möglich und vor allem zum Wegwerfen sein.
Am Ende unserer Fertigung steht dagegen unser Anhänger, in den die Möbel gestellt, mit Decken und Kantenschonern geschützt und mit Gurten verkehrssicher festgezurrt werden. Mehr brauchen wir nicht und die Umwelt schon gar nicht. Die Decken und die Gurte nehmen wir nach der Montage wieder mit heim und können sie bei den nächsten Kunden wieder verwenden. 

Ausnahmen waren bisher nur unsere Küchen in Portugal und Miami, da mussten auch wir ungewöhnliche Wege gehen, aber für diese Kunden war es uns das wert und ihnen auch. 



Langlebigkeit ist ein wichtiger Teil der Nachhaltigkeit, vielleicht sogar der wichtigste

Überzeugen Sie sich auf unserem Gelände selbst von der Lebensdauer unserer Möbel

Nachdem wir unsere Werkstatt und Ausstellung in Unterkumbach 1997 gebaut haben und alle Möbel für das regionale Musterhaus im Jahr 2000, gibt es bei uns ganz viele Beispiele von nicht mehr ganz jungen Möbeln. Mit einem einzigen Anfassen, Drüberstreichen und Schubladenöffnen entkräften Sie blitzschnell die bekannten Vorurteile, zum Beispiel, dass Massivholz viel zu empfindlich sei. Sie könnten auch den 1997 gebauten höhenverstellbaren Schreibtisch des Geschäftsführers anschauen, leider ist das Holz aufgrund der natürlichen Sedimentierung des Papiers nicht leicht zu finden. 

 

Die Anzeige, die wir uns nie zu schalten trauten

Auch wir kämpfen noch mit alten Tabus

Laut Statistischem Bundesamt wurden im Jahr 2019 insgesamt 149 010 Ehen geschieden, nicht ganz 40%. Ein Foto im James Bond Stil (mit Eva Slovic als Bond Girl) haben wir uns vor 25 Jahren bei unserem Freund, dem berühmten Fotografen Peter Jirmann ausgeliehen und daraus eine unserer üblichen Anzeigen gebastelt. Allein, wir haben sie nie geschaltet.

Aber wir haben den Slogan „Unsere Möbel halten länger, als Ihre Ehe“ mal im Kundengespräch angebracht, worauf dieser schmunzeln musste und antwortete: „Na dann kann ich auch zu Ikea gehen.“ Er heiratete grade das vierte Mal.

Wir wüschen Ihnen von ganzem Herzen eine lebenslange glückliche Ehe, wobei Scheidungen bei uns auch schon zu vielen neuen Küchen führten, denn: wenn man mal eine Möbelmacherküche gewöhnt ist, will man auch mit neuem Partner nicht mehr drauf verzichten.

Nachölen, Ändern, Reparieren und Umziehen: das macht Möbel wertvoll und nachhaltig

Viele Objektkunden haben sogar ein Nachöl-Abo vereinbart

Nachölen: Das Nachölen muss nur sehr selten erledigt werden, wenn man regelmäßig mit der Möbelpflege über die Oberflächen wischt. Aber auch das Nachölen können Sie leicht selbst nach unserer Anleitung erledigen, oder Sie rufen uns an, dann kümmern wir uns drum. Genauso einfach geht das Entfernen von Flecken mit Öl und ein wenig feinem Schleifpapier und selbst das Nachpflegen.

Reparieren: Wenn Sie eine Spanplattenfront oder-kante eindellen, ist sie ein einfach kaputt. Wenn das gleiche bei offenporig behandeltem (geölten) Massivholz passiert, nimmt man Wasser und Bügeleisen und bügelt den Fehler wieder aus (diese Redewendung kommt tatsächlich aus dem Schreinerhandwerk). Denn nur Massivholz quillt durch das Wasser wieder auf und die Delle ist einfach weg.

Es kann immer mal ein Malheur passieren. Oft ist es der Adventskranz, der sich im Tisch verewigen will. Das unterbinden wir meist, durch das Schleifen der Tischplatte in unserer Breitbandschleifmaschine. Nachdem die Brandflecken nicht mehr sichtbar sind, wird die Öloberfläche neu aufgebaut und sie haben quasi einen neuen Tisch. Manche Kunden haben sich über denselben im Nachhinein sogar gefreut. 
Im Übrigen halten Schrauben in massivem Hartholz ganz anders, als in Span-oder MDF-Platten. Die vielen Probleme mit lockeren Beschlägen fallen bei Massivholzküchen und -möbeln so gut, wie weg.   

Umgestaltung: Manchmal fragt man sich, welcher Blödmann damals die Griffe herausgesucht hat, die einem heute gar nicht mehr gefallen. Meist war man es ja selbst, aber das macht ja nix: Denn wir passen alte Möbel gerne an den neuen Geschmack oder die neuen Herausforderungen an (zum Beispiel die, eines neuen Fernsehers). Oder wir ändern Kinderzimmer in Jugendzimmer, in dem wir die damals unbedingt notwendigen Farbtupfer (blau bei Jungs, rot oder pink bei Mädels) wieder entfernen und die Möbel damit auch studentenbudentauglich machen.

Umzug: Eine Küche muss natürlich komplett neue geplant werden, aber dann lässt sie sich fast immer auch gut umziehen. Rufen Sie uns einfach immer rechtzeitig an, solange man noch die Installation ohne viel Aufwand verändern kann. Aber auch für alle anderen umzuziehenden Möbel gilt, dass man rechtzeitig drüber nachdenken sollte, denn gerade jetzt kann das Nachölen und Anpassen an neue Geschmäcker problemlos organisiert werden. 

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Unser lebenslanger Service multipliziert den Wert Ihres Bio Möbels oder Ihrer Massivholzküche ganz im Sinne der Nachhaltigkeit. 

Am Ende: Wir nehmen Ihre Möbel auch zurück oder kümmern uns um Ihr Erbe

Nachhaltigkeit heißt auch Weiterdenken

Schon einige Kunden haben sich riesig gefreut, dass wir ihre Schlafzimmermöbel mit wenig Aufwand für das betreute Wohnen oder das Altenheim anpassen konnten. Meist haben dort nur Teile der vorhandenen Möbel Platz gefunden, trotzdem war es eine Erleichterung, dass man die liebgewonnen Möbel auch beim letzten Umzug noch mitnehmen konnte.

Die übrigen Möbel machten der Verwandtschaft Freunde, oder wir nahmen sie einfach zurück und fanden über unserer Social Media Kontakte schnell Abnehmer.

Massivholz ist ja nicht totzukriegen, der Mensch dagegen leicht, man weiß nur noch nicht wann. Aber sollten Sie es mal selbst sein, ändern wir die Möbel gerne für Ihre Erben oder Freunde, oder wir nehmen sie zurück.
Es steckt so viel Planung, Liebe und Erfahrung in Ihren Möbeln, dass es tragisch wäre, wenn sie einfach gedankenlos entsorgt würden. Klar kann es sein, dass Ihre Erben nicht Ihren Geschmack haben, aber Massivholzmöbel kann man immer auch an den aktuellen Zeitgeist und den Geschmack Ihrer Erben anpassen, wir sind zu jeder möbeltechnischen Schandtat im Sinne der Erhaltung und Nachhaltigkeit bereit. Am besten sprechen Sie dieses Thema noch zu Lebzeiten an.

Foto Fritsch (unser Kunde ist verstorben, aber wir haben dessen komplette Einrichtung für die Erben angepasst. Und diese sind damit sehr glücklich, weil die Änderungen sie zu ihren eigenen Möbeln machten.

Massivholz ist nicht totzukriegen, aber sollten Sie es mal selbst sein, ändern wir die Möbel gerne für Ihre Erben oder Freunde, oder wir nehmen sie zurück.

Und wenn Sie ihr Leben in Möbelmachermöbeln und -küchen verbracht haben, wünschen Sie sich vielleicht auch einen Sarg aus der gleichen Werkstatt? 

Am besten ist es, wenn Sie Ihren Sarg noch zu Lebzeiten mit uns besprechen, denn aufgrund unserer Lieferzeiten wäre es nicht einfach, einen schnellen Sarg zu organisieren. Für unseren Freund Michael haben wir seinen Sarg als Barschrank und Sitzbank geplant, den er erst noch viele Jahre nutzen wollte, bevor er seinem eigentlichen Zweck zugeführt wird. Es kam anders (hier nachlesbar), aber prinzipiell ist es eine gute Idee sich rechtzeitig mit diesem Thema zu beschäftigen. Denn richtig sicher ist nur eines: Wir sterben alle!



Wenn Frauenpower auf engagierte Männer trifft und sie gemeinsam Freude an der Arbeit haben

Soziale Verantwortung für Mitarbeiter und Kunden

Seit dem Jahr 1989 haben bei uns 51 Lehrlinge ihren Abschluss gemacht (knapp 40% waren Frauen) und dabei 51 Preise bei der guten Form oder als Innungsbeste eingeheimst. Laut Aussage der Handwerkskammer haben wir die höchste weibliche Ausbildungsquote Bayerns und vermutlich auch Deutschlands.
Aktuell sind fünf Frauen im 15-köpfigen Team, davon 3 mit Hochschulabschluss, die innungsbeste Bürokauffrau darf sich nach dem Leistungswettbewerb beste Sekretärin Bayerns (2004) nennen und Sophia ist vor kurzem Schreinermeisterin geworden. Auch in unserem 5-köpfigen Kernteam, das die Geschicke der Firma lenkt, sind zwei Frauen.

  • Eigenverantwortliches Arbeiten
  • Übertarifliche Bezahlung durch zusätzliche Vergünstigungen
  • Flexibel steuerbare Arbeitszeiten
  • Dienstfahrräder und Dienstwagen auch zur persönlichen Nutzung
  • Überstundenkonto
  • Homeoffice-Möglichkeiten
  • Arbeitsplätze mitten im Biotop mit viel freien Blick ins Grüne und Tageslicht durch die Basilika-artige Bauweise des Firmengebäudes, die Sonnenlicht nach Innen lässt
  • Apfelsaft von den eigenen Bäumen, Erntemöglichkeit aller Obstsorten der Streuobstwiesen
  • Anbaumöglichkeit von Tomaten, oder allem, was gewünscht wird
  • Gemeinsame Brotzeiten – im Sommer im Freien – mit viel Unterstützung der Firma
  • Sozialküche mit Highend-Koch-Ausstattung ermöglicht sowohl gemeinsames Kochen als auch das blitzschnelle Aufwärmen mitgebrachter Speisen im Druckdampfgarer, kochendes Wasser direkt aus dem Wasserhahn, 
  • Kochworkshops für das ganze Team
  • Gemeinsame Ausflüge und "Schlichtfest" immer nach dem Sägen und "Schlichten" (=Stapeln) der Bretter im April
  • Unterstützung in persönlichen oder familiären Krisenzeiten (ungeplante Schwangerschaft, psychische Probleme, Trauer- und Krankheitsphasen)
  • Fortbildungen in IT, zur Elektrofachkraft, Anhängerführerscheine 
  • Schulungen von Polstermöbelherstellern, Matratzenherstellern, Küchengeräteherstellern auch im Ausland 
  • Gemeinsame Entscheidungen im Kernteam (Führung und Strategie) und im Splintteam (Werkstatt-Team)
  • Unterstützung bei der Suche nach Wohnungen
  • Möglichkeit zum Bauen von eigenen Möbeln und Küchen in der Möbelmacherwerkstatt
  • Zugang zu allen Handelsprodukten (Küche, Schlaf, Polstermöbel) der Möbelmacher
  • Erste Wahl beim Verschenken von übrigen Möbeln, zum Beispiel abgebaute Küchen, Schreibtische, Betten
  • Zugang oder Mitarbeitsmöglichkeit bei hochgradigen Veranstaltungen wie dem fränkischen Sommer, unsere Musiker spielten auch schon bei Konzerten des Collegium Musicum mit
  • Beteiligungsmöglichkeit an den Social Media Aktivitäten und im Nachhaltigkeitsblog
  • Mitarbeit bei Foto und Videoaktionen vor oder hinter den Kameras möglich
  • Ergonomische Längsschnittsäge zur Reduktion der Rückenbelastung bei der Massivholzverabeitung im Unterschied zur üblichen Formatkreissäge
  • Elektrisch höhenverstellbarer Montageplatz
  • Alle anderen Arbeitsplätze (Hobelbänke) sind rückenfreundlich erhöht worden
  • Wegfall vieler stupider Eingabe- und Wegnahmenarbeiten an klassischen Schreinermaschinen durch moderne Ausstattung mit CNC ("Computerized Numerical Control" oder computergesteuerte Numerische Steuerung).
  • Schneefräse für rückenfreundliches Schneeschippen

Das Wort „enkelgerecht“ finden wir wesentlich passender, als das meist verwendete „enkeltauglich“, aber vielleicht auch erst, seitdem wir selbst Großeltern sind. Enkelgerechtes Wirtschaften sehen wir als Alternative zu einem rein profitorientierten Ansatz, wenn dabei Wert auf Nachhaltigkeit, Verantwortung und Solidarität gelegt wird.

In unserem Fall geht es zusätzlich um das Finden einer von allen akzeptierten Nachfolgerin oder einem Nachfolger, nach denen schon seit 2017 aktiv gesucht wird. Das hehre Ziel ist, die Arbeitsplätze der Mitarbeiter, den Service für die Kunden und die Marke „Die Möbelmacher“ zu erhalten. Denn die Familie Danzer ist auf dem noch langen Weg ins Rentenalter, aber je eher man dieses größte Problem der Nachhaltigkeit lösen kann, desto besser kann sich unser Team auf die Zukunft verlassen.  

In einem Interview haben er es damals so formuliert:

Susanne Hausdorf: Dein neues Lieblingswort ist aus aktuellem Anlass „enkelgerecht“. Was soll es konkret bedeuten?

herwig: Schon in unserem ersten Jubiläumsheft anno 1993 kann man nachlesen, dass unser Betrieb von Anfang an umwelt- und menschenfreundlich orientiert war, was man heute wohl als nachhaltig bezeichnen würde. „Enkelgerecht“ fokussiert noch mehr auf die Zukunft: so haben wir seit dem Weggang meines Kompagnons Ende 2015 viel Geld und viel Arbeit in die Modernisierung der Möbelmacher von der Photovoltaikanlage nebst Dach, über die gesamte IT und Bürotechnik, bis hin zu den Trockenkammern und in viele interne Prozesse gesteckt und das ist noch lange nicht fertig.

Susanne: Du denkst also an die Chance Nachfolger zu finden?

herwig: Genau. Die Übergabe einer bewährten Organisation oder eines Betriebs an die nächste Generation zählt zu den wichtigsten Kriterien der Nachhaltigkeit und das wäre heute mit dem Betriebssystem Windows 98 schlecht möglich. Nach der Modernisierung sind wir zuversichtlich, dass wir – am liebsten in den eigenen Reihen oder auch von außen – Menschen finden werden, die unsere Arbeit fortführen und mit vielen neuen Ideen weiterentwickeln. Seit Jahren suchen wir im Jahrbuch oder bei Vorträgen aktiv nach Nachfolgern, die in aller Ruhe in die Firma hineinwachsen und sie gemeinsam mit dem Stammteam in die Zukunft führen. Und dann könnten wir dem Sohn unserer Tochter zeigen, was aus der kleinen Werkstatt in der Waschküche meiner Mutter geworden ist ...



Engagement für regionale Wirtschaftskreisläufe, Nachhaltigkeit und das Gute, Schöne Wahre

Mehr als Hersteller von Bio Möbeln: Die Möbelmacher engagieren sich für die Region und Nachhaltigkeit



Nachhaltigkeitskommunikation "Mit alles und schaaf"

Der Dönerspruch ist korrekt: Alle Kanäle der Möbelmacher berichten über Geschichten der Nachhaltigkeit

Im Jahr 2000 begannen wir mit den Kochshows für das Bayerische Fernsehen auf der Consumenta und seitdem durften wir über 500 Kochshows mit unseren regionalen, aber auch den überregionalen Spitzenköchen moderieren. Von Anfang an ging es dabei um regionalen Wirtschaftskreisläufe für Lebensmittel und verantwortungsvollen Umgang mit wertvollen Lebensmitteln. Den größten Teil verarbeiteten wir in Bio-Qualität, aber immer haben wir die Erzeuger, Direktvermarkter, Winzer und Brauer mit einbezogen. Und das zu einer Zeit, als den meisten Menschen noch völlig egal war, wo die Lebensmittel oder das Holz für die Küchen herkommt. 

Logischerweise vergessen wir auch bei den besten Köchen nicht auf die Vorteile unsrer Massivholzküchen hinzuweisen. Im Jahr 2022 war zum Beispiel Alexander Herrmann schwer beeindruckt von unserer höhenverstellbaren Küche, im Jahr 2004 überschüttete mich Ralf Zacherl versehentlich mit dem Inhalt unseres Blenders und im Jahr 2000 erklärte uns Alfons Schubeck nebst Sohn die Vorteile unseres fränkischen Silvaners. 

Bis zu zwei Sternen: Unsere fränkischen Spitzenköche haben sich im Verein WIRte mit Werten zusammengetan

Von Anfang an kochten wir mit Andreé Köthe (heute zwei Sterne), Stefan Rottner (damals ein Stern, heute ein Stern mit Sohn Valentin), Christian Wonka, Diana Burkel und seit neusten auch mit Till Heinz.

Auf der Consumenta 2022 boten wir den Wirten mit Werten in unserer Küche eine Bühne zur Präsentation der Nachhaltigkeitsziele des neuen Vereins.

 

 

 

Am 30. Juni 2010 verschickten wir unseren ersten Newsletter mit Vorlesevideo, erst 10 Jahre später erfand ein Marketingguru die Worte „Videocast“ oder sogar „Vlogcast“ dafür, aber wir finden „Vorlesevideo“ irgendwie passender. 
(Hier sollte man just diesen Newsletter sofort abonnieren und hier kann man alle Newsletter seit  
dem ersten Newsletter vom 14. April 2003 nachlesen)

Im Newsletter sind alle Einladungen zu Veranstaltungen und Kochshows und der ganz ehrliche Rückblick auf den letzten Monat. Es geht um nachhaltige Möbel und Küchen, um Bio Möbel und Öko Möbel aber vor allem um die Menschen, die sie bauen oder bekommen. So bleiben die 4500 Abonnenten immer am aktuellen Stand des Geschehens in Unterkrumbach und dem Rest der Einrichtungswelt auf den Messen von Köln bis Nürnberg.  

 

Trotz mehrfacher Aufrufe haben wir noch niemand gefunden, der schon länger ein Blog im Handwerk betreibt, deswegen beanspruchen wir für unser Nachhaltigkeitsblog den Titel:
„Ältestes Handwerksblog in Deutschland.“

Als wir unser Blog im Jahr 2005 gründeten, war das noch ein Web-Log, weil es aus der Tradition des Logbuchs der See-Kapitäne benannt wurde. Deswegen werden wir es auch weiterhin DAS Nachhaltigkeitsblog und nicht DER Blog nennen, aber es vor allem ein grandioses Werkzeug für die Geschichtsschreibung einer Firma. 

Darin sind bisher knapp 3000 Artikel über die Arbeit der Möbelmacher in ganz unterschiedlichen Kategorien zu finden, viele haben mit Nachhaltigkeit im Handwerk zu tun, einige Berichte über Messen, Bio Möbel und ganz viele über nachhaltige Küchen und das Kochen an sich. 

Die perfekte Massivholzküche ist toll, aber man sollte auch damit auch nachhaltig und verantwortungsvoll umgehen können. Dafür bieten wir unseren Kunden viele Hilfestellungen, die erste ist immer das gemeinsame Kochen beim Küchentermin. Zusätzlich drehten wir neun Kochkurse mit Fernsehköchin Diana Burkel (die ihr erste Kochshow in einer Möbelmacherküche absolvierte), in der Diana den Umgang mit Fleisch, Fisch und Gemüse, aber auch mit Tepan Yaki und Druckdampfgarer demonstriert.

Ergänzend zu diesen gehobenen Kochkursen gibt es im Nachhaltigketsblog auch eine Kategorie "Einfach Kochen, in der meist herwig Danzer den einfach Umgang mit modernen Kücheenquipment beschreibt.  



Das regionale Musterhaus als Paradebeispiel für ebenso regionalen wie nachhaltigen Holzhausbau

Ausschließlich Materialien (max 100 km) und Handwerker (max. 10 km). aus der Region

Zum Beispiel: Der CO2-Fußabdruck eines MAssivholztisches verglichen mit dem eines industriell gefertigen Spanplattentisches

CO2 Messungen (eigentlich Schätzungen) sind nicht leicht, aber hier ist ein anschauliches Beispiel


Im letzten Jahrbuch haben wir auf der Suche nach verlässlichen Daten über den CO2 Fußabdrucks der Einzelanfertigung im Ver- gleich zur industriellen Herstellung um Hilfe gebeten und schon ist sie da: Dr. Christian Krotscheck von der TU Graz hat mit dem Nach- haltigkeitsprofessor Dr. Michael Narodoslawsky den SPI (Sustaina- ble Process Index in m²a, also ein Quadratmeter Erde wird 1 Jahr beansprucht), zu Deutsch den „ökologischen Fußabdruck“, entwi- ckelt und als Beispiel einen massiven Eichentisch mit 180 mal 200 cm vom Schreiner mit einem industriell gefertigten aus Spanplatte verglichen. Gemessen wurden Rohstoffe, Energie, Logistik, Personal, Infra- struktur, Emission/Abfall und die Kohlenstoffbindung des Holzes. Der Tisch des konventionellen Schreinerbetriebs (der das Holz im Handel kauft, also nicht selbst sägt und keinen eigenen Strom pro- duziert usw.) ist nach Quadratmeter pro Jahr geteilt durch die Le- bensdauer (m²a/LD) dem Industrieprodukt um den Faktor 81 über- legen, der Schreinertisch 119 m²a/LD, die Spanplatte 9615 m²a/LD. Sicher könnte man anhand dieser Untersuchung (hier zum Down- load) auch unseren Wert in Unterkrumbach abschätzen, wer macht denn sowas?

 

Preise für die nachhaltige Möbelproduktion

Meinungen von Außen

von herwig Danzer | Mrz 13, 2020

Bewerbung für den Nachhaltigkeitspreis der Lammsbräu – wir sind nominiert

Allgemein, Nachhaltigkeit, Bio und Messen, Über uns

Nachtrag vom 26.9.2020, die Preisverleihung

Wir gratulieren VAUDE, dem Preisträger in der Kategorie „Familiengeführtes Unternehmen“ sehr herzlich, natürlich auch der Firma Loveco, die wie wir zu Nomierten zählte.

Die Laudatio von Violetta Paprotta:

„Beim Neumarkter Lammsbräu Preis für Nachhaltigkeit 2020 hat Die Möbelmacher GmbH einen Platz unter den Top 3 in der Kategorie „Familiengeführtes Unternehmen“ erzielt. Nominiert wurden Die Möbelmacher in einem mehrstufigen Verfahren aufgrund ihrer konsequent ökologischen Ausrichtung. Darüber hinaus trage das Unternehmen mit vielen sozialen und kulturellen Aktivitäten dazu bei, ganzheitliches Denken und Handeln zu verbreiten.
Für ihr Engagement für Natur, regionale Wertschöpfungskreisläufe und die Gesellschaft wurden Die Möbelmacher bereits mehrfach ausgezeichnet. Wie die Küche Herz eines jeden Hauses ist, ist die Manufaktur Motor und Ideengeber zahlreicher Initiativen, unter anderem für den „Tag der Regionen“, den „Initiativkreis Holz“ und „Heimat auf´m Teller“.
Sich seiner besonderen Verantwortung als Familienunternehmen bewusst, bindet der Pionier-Betrieb alle Mitarbeiter in seine Nachhaltigkeitsstrategie ein und lässt sie diese eigenverantwortlich Tag für Tag umsetzen.
Durch transparente Kommunikation und die kreative Nutzung vielfältiger Kanäle tragen Die Möbelmacher dazu bei, den Nachhaltigkeitsgedanken zu verbreiten.
Mit der Verbindung von regionaler Handwerksqualität, individueller Ästhetik und optimaler Nutzbarkeit begeistern Die Möbelmacher das Frankenland aber auch die große weite Welt für nachwachsende Rohstoffe.
Urteil der Jury: „Eine starke Bewerbung!““

Überblick: Nachhaltigkeit der Möbelmacher in sieben Sätzen

Die Kurzform unseres Engagements für Nachhaltigkeit seit 1988, aber besonders seit 1997, seitdem wir dank des ökologischen Neubaus ausschließlich mit dem Holz aus Franken arbeiten

Ökologie und Nachhaltigkeit bei den Möbelmacher in 7 Sätzen:

„Seit August 2017 erzeugen wir über zwei Drittel unseres Strombedarfs selbst und seit Juni dieses Jahres kühlen wir damit auch so umweltfreundlich wie möglich Büro und Ausstellung für Mitarbeiter und Kunden.

Die Wärme für die Trockenkammern, das Warmwasser, die Heizung und das regionale Musterhaus erzeugen wir mit Abfallholz aus der Möbelproduktion in unserer eigenen Heizanlage. Das Wasser für die Klospülung und das Bewässern unserer Biotope am Gelände kommt aus unserer auch in Trockenzeiten gut gefüllten Regenwasserzisterne.

Die Bäume für unsere Möbel kommen aus den Wäldern der Nachbarschaft, werden bei uns mit Selfmade-Strom gesägt und ganz ohne Fremdenergie im Außenlager ein paar Jahre getrocknet. In den Trockenkammern passen wir die Bretter endgültig an das Raumklima an, verabschieden unbeliebte Bewohner des Holzes und verarbeiten es zu langlebigen, ausschließlich mit Naturharzölen veredelten Massivholzmöbeln, wobei ganz nebenbei wieder das Abfallholz für die Heizung entsteht.

Die Möbel werden mit 1000 mal wiederverwendbaren Decken verladen und beim Kunden montiert, der sie nutzt, liebt, vererbt, umzieht oder nach Jahrzehnten reparieren lässt oder zurückgibt. Dann werden sie nachgeölt, aktualisiert und günstig weitergegeben oder verschenkt oder sie erzeugen – schlimmstenfalls – wieder Wärme in der Trockenkammer für die neuen Möbel – der Kreislauf schließt sich.“

Möbel und Küchen fertigen wir auch gerne aus Ihrem eigenen Holz

Natürliche Materialien, Ressourcen und die Herkunft derselben

Fertigungstiefe und vollständige Nutzung

Soziales

Ökologisches Gelände mit Hecken und Streuobstwiesen

Einzelanfertigung für die Perfektionierung der Einrichtungswünsche, solche Möbel wirft man nicht weg

Nachhaltiges Produktdesign durch Einzelanfertigung, Ästhetik, zeitbeständiges Design, abfallvermeidend

Extrem energiesparende Produktion durch Fotovoltaik, thermischer Restholzverwertung
Nachhaltigkeit in der 'Küchenplanung schließt auch Design für die Familie mit ein
Frauen im Männerberuf und ...

Definition von Nachhaltigkeit und Links zu Grober, ins blog auf die Blogartikel zu den Preisbewerbungen

  • Schon seit dem Jahr 1988 läuft unser Service ununterbrochen. Wenn was ist, rufen die Kunden an und das soll auch so bleiben
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