von Dr. Barbara Steinbauer-Grötsch für die Info-Broschüre aus dem Jahr 1997
Auf dem Holzweg waren Gunther Münzenberg und herwig Danzer, schon lange, bevor die ersten Späne bei den Möbelmachern flogen
herwig Danzer meldete bereits 1982 einen holzverarbeitenden Betrieb an, den Spielratz. Neben der Fertigung von Holzspielzeug sammelte er erste Erfahrungen im Entwerfen und Bauen von Möbeln. Die Freude am Umgang mit Holz hatte einen praktischen Nebeneffekt - sie half bei der Finanzierung des Studiums der Politik, Germanistik und Soziologie.
Gunther Münzenberg absolvierte nach dem Besuch der Waldorfschule eine Ausbildung zum Schreinergesellen (und zwar bei Krügel, deshalb pocht er heute noch auf Qualität) und anschließend in Garmisch-Patenkirchen zum Schreinermeister. Danach arbeitete er in einer Lehrwerkstatt und im Messebau.
Als der schreinernde Lehrer in spe und der lehrende Schreinermeister sich beim Drachenfliegen das erste Mal trafen, war das der Beginn einer langen Freundschaft und die Geburtsstunde der heutigen Partnerschaft.
1988 - Das Jahr der Gründung
Die Idee, einen Betrieb zu gründen, in dem ausschließlich Massivholz und andere wohngesunde Materialien zu Möbeln und Küchen verarbeitet werden sollten, nahm immer konkretere Formen an.
Wir machen das
Un-Möbliche wahr
Im Frühjahr 1988 war es dann soweit. Auf dem Gelände von Karl Keyssner, der dem jungen Betrieb aufgeschlossen gegenüberstand, richteten sie die erste Werkhalle ein (selbstverständlich mit Holzfußboden und raffinierter Farbgestaltung) und bauten die ersten Möbel. Bald konnten sie die Arbeit alleine nicht mehr bewältigen, und so stieß das erste Lehrmädchen und der erste Schreinergeselle dazu (Helmut Neugebauer ist übrigens immer noch dabei).
In der Zwischenzeit besteht das Team aus zwischen 15 und 20 Mitarbeitern, die wir Ihnen bereits vorgestellt haben
(Mitarbeiterseite).
Die Möbelmacher und die Ratte
Dr. Jürgen Burgmayr (trotz medizinischer Ausbildung ein begnadeter Zeichner) hat den Spielratz des alten Logos an die Hobelbank gestellt. Noch heute vertauscht er ab und zu das Skalpell mit der spitzen Feder und fügt der Rattensammlung immer neue Cartoons hinzu. Vielen Dank dafür und für die Zeichnungen in dieser Broschüre.
Vom Möbelbauen zum
Einrichten
Schon immer waren die Möbelmacher auf allen wichtigen Einrichtungsmessen vertreten. Um die Neugier zu stillen, und um Ihre Fragen nach funktionalen, schönen und wohngesunden Produkten, wie Matratzen, Polstermöbeln oder Bürostühlen, beantworten zu können. Immer mehr sorgfältig ausgesuchte Lieferanten nahmen sie mit ins Angebot auf, um Ihrem Wunsch nach komplettem Service und kompetenter Beratung nachkommen zu können.
Heute bieten sie Ihnen nicht ohne Stolz „Alles Gute zum Einrichten“ , von A wie Austernbrecher bis zum Z wie Zeitungsständer.
Der Neubau
1996 kamen neue Auflagen von der Gewerbeaufsicht, die in den vorhandenen Räumlichkeiten nicht mehr zu erfüllen waren. So nahm die Idee, eine neue Halle mit Ausstellungsmöglichkeit zu suchen oder zu bauen Gestalt an. In Unterkrumbach wurden sie fündig, wo sie seit Herbst 1997 fertigen und auf 200m² Ausstellungsfläche präsentieren. Die nach baubiologischen Kriterien gebaute Holzhalle (800m²; Photo unter Anfahrt) verpflichtet beinahe dazu, die Bevölkerung und Kunden zu den unterschiedlichsten Veranstaltungen einzuladen, von denen die Unterkrumbacher Werkstatt-Tage im Frühjahr und Herbst die Wichtigsten sind.
(Hier beginnt eine Aktualisierung)
Weitere Aktivitäten führten zu Original Regional, den bayerischen Heimatpreis 1998, Coup21, Regional Geniessen bzw. Tag der Regionen, der in Unterkrumbach seinen Anfang hatte, den Initiativkreis Holz aus der Frankenalb, zu Slow Food und zu vielen anderen Institutionen, Vereinen und Verbänden. Seit 1998 ist herwig Danzer außerdem Pressesprecher der Schreinerinnung Nürnberger Land.
Im Jahr 2003 wurden die Möbelmacher von Umweltminister Schnappauf zum Umweltbotschafter Bayerns ernannt, sie gewinnen den Nachhaltigkeitspreis der Stadt Nürnberg, den Thalhoferpreis, zählten, seit dem Handwerkspreis 2005 zu den sieben besten Handwerksbetrieben Deutschlands und gewinnen 2011 den deutschen lokalen Nachhaltigkeitspreis.
Alle Angaben sind hier als Tabelle zusammengefasst.