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Die gute Form 2008

Michael links, Pascual in der Mitte

Zwei Lehrlinge haben bei uns im Jahr 2008 die Lehre erfolgreich abgeschlossen. Michael Herzog aus Bayreuth und Pascual Pelzeter aus Nürnberg lieferten beide traumhaft schöne und gelungene Gesellenstücke ab. Während Pascual verdient seinen ersten Preis bei der guten Form der Schreinerinnung Nürnberger Land in Empfang nahm (und mit 1,9 Notendurchschnitt einer von zwei Innungsbesten wurde), durfte Michael in seinem Heimatort nicht mitmachen, weil sein Lehrbetrieb - also die Möbelmacher - nicht zur Innung von Oberfranken gehört. Laut der Aussage von vielen Fachleuten wäre sein Stück ausgesprochen preisverdächtig gewesen.

Nicht, dass er auf die Ehre durch die Bayreuther Kollegen nicht verzichten könnte, ärgerlich ist, dass er der Chance beraubt wurde, seinen Kletterschrank dem landesweiten Wettbewerb in München zu zeigen. Wir halten diese Vorgehensweise mindestens für diskriminierenden Protektionismus, wenn nicht noch schlimmer.


"Die gute Form" Oberfranken verweigert Michael Herzog die Teilnahme

Dieses Bild ist nur eine Montage, weil es so auch schön wäre, weiter unten kommen die unfgefälschten Fotos des Kletterschrankes

Das Drama der Bayreuther guten Form begann damit, dass niemand von derselben erfahren hatte. Anders als deutschlandweit üblich, meldet man sich dafür in Oberfranken nicht an, sondern wird teilgenommen, oder eben nicht.

Als Michael dann von derselben erfuhr war es schon zu spät. Eine etwas ungewöhnlich besetzte Jury aus Obermeister, dessen Stellvertreter und einem Vertreter der AOK (oder gibt es noch mehr Juroren?) scheint die Geschicke etwas unkonventionell zu lenken, was nach unserer Überzeugung diskriminierend für die Mitglieder anderer Innungen gehandhabt wird. Alle Vorgaben der bayerischen Innung kann man übrigens hier ausführlich nachlesen und runterladen.


Wer die Entscheidung dieser Innung diskutieren will, kann im Blog kommentieren.


Trotzdem ist sein Kletterschrank ein Paradebeispiel für ein gelungenes Gesellenstück und die gute Form, weil alle Anforderungen vorbildlich erfüllt werden. Es ist zeitgemäß, funktional, originell und deshalb einfach schön. Die auffälligste Idee ist ein vergrößertes Kletterfoto als Hintergrund des Kletterschranks. Die Ahornfront mit Rindenkante ist ein lebendes Stück Natur und der "Griff" aus Stein ein "Muss" für den Hängeschrank, der innen speziell für Kletterutensilien ausgerüstet ist. Der einfache Korpus wurde mit Fingerzinken verbunden, was ihn auch von der Seite interessant macht. Sicher ein Möbel, das man ein Leben lang sehen kann. So ist es gedacht.

Kletterschrank von innen mit raffinierten Details
Kletterschrank im Original fast unverfälscht, nur die Edelstahlfüße fehlen

Schminktisch von Pascual Pelzeter gewinnt die gute Form 2008

Schminktisch aus Nussbaum für Maria mit Maria

Da hat er sich schon richtig lange damit beschäftigt - und nicht  n u r  sich.  Der Schminktisch aus Nussbaum bildet eine durchgehende Linie von der "Arbeits-"Platte bis zum genialen Hocker, den die Jury zwar bemängelte, der aber trotzdem die Grundidee dieses Stückes darstellt.

Die Fronten der zwei Schübe sind aus weiß pulverbeschichtetem Glas, die Eckverbindungen als Fingerzinken ausgeführt. Der Spiegel ist von hinten durch den gesandstrahlten Rahmen beleuchtet. Das Stück trägt den neuenglischen Namen "U r beautiful" was man versteht, wenn man die Endverbraucherin Maria kennt. Richtig tolle Aufnahmen mit diesem Möbel bekommen wir hoffentlich noch für den Kalender 2009, vorab schon mal die "Sicherungsfotos" vor der Werkstatt und von der Freisprechungsfeier in Hersbruck.

Link zum Blogbeitrag über die Freisprechung

Link zur Vorstellung von Pascual im Weblog

Prof Klöcker schreibt mit dem Lippenstift seiner Frau "Maria" auf den Spiegel, Pascu ist überrascht
Der Hocker ist die geniale Idee des Gesellenstückes
Der Schminktisch hat auch rechts eine Verkleidung aus weißem Glas
Details des Schminktisches mit Glasfront
Noch ein Foto mit Maria, zum Vergrößern draufklicken


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Massivholzküchen der Möbelmacher