Das Drama der Bayreuther guten Form begann damit, dass niemand von derselben erfahren hatte. Anders als deutschlandweit üblich, meldet man sich dafür in Oberfranken nicht an, sondern wird teilgenommen, oder eben nicht.
Als Michael dann von derselben erfuhr war es schon zu spät. Eine etwas ungewöhnlich besetzte Jury aus Obermeister, dessen Stellvertreter und einem Vertreter der AOK (oder gibt es noch mehr Juroren?) scheint die Geschicke etwas unkonventionell zu lenken, was nach unserer Überzeugung diskriminierend für die Mitglieder anderer Innungen gehandhabt wird. Alle Vorgaben der bayerischen Innung kann man übrigens hier ausführlich nachlesen und runterladen.
Wer die Entscheidung dieser Innung diskutieren will, kann im Blog kommentieren.
Trotzdem ist sein Kletterschrank ein Paradebeispiel für ein gelungenes Gesellenstück und die gute Form, weil alle Anforderungen vorbildlich erfüllt werden. Es ist zeitgemäß, funktional, originell und deshalb einfach schön. Die auffälligste Idee ist ein vergrößertes Kletterfoto als Hintergrund des Kletterschranks. Die Ahornfront mit Rindenkante ist ein lebendes Stück Natur und der "Griff" aus Stein ein "Muss" für den Hängeschrank, der innen speziell für Kletterutensilien ausgerüstet ist. Der einfache Korpus wurde mit Fingerzinken verbunden, was ihn auch von der Seite interessant macht. Sicher ein Möbel, das man ein Leben lang sehen kann. So ist es gedacht.