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Die Schiebetür aus Rindentuch von Angelika und Roland Eisenbrand

Barkcloth bei den Möbelmachern

Im Juli 2001 verarbeiteten die Möbelmacher das erste Mal Rindentuch als Bezugsstoff für eine Schiebetür. Durch Zufall kamen wir über das Internet auf das Angebot der Firma barkcloth von Oliver Heintz aus Freiburg. Seine Frau stammt aus Uganda und gemeinsam mit ihrer Familie und vielen anderen Mitstreitern will er die vom Aussterben bedrohte Kultur der Herstellung dieses Stoffes, der früher die Könige kleidete, nicht nur bewahren, sondern auch weiterentwickeln.

Die Unseco hat die handwerkliche Erzeugung dieser Tücher im Jahre 2005 zum Weltkulturerbe der Unesco erklärt, was eine echte Anerkennung seines unermüdlichen Einsatzes ist.

Wir hatten das Glück, im Sommer 2007 Uganda besuchen zu können und dabei auch die Techniken per Foto und Videos zu dokumentieren. Wir verwenden das Material meist für die Fenstergestaltung mit Flächenvorhängen oder Vertikallamellen, die die Firma Ann Idstein für uns fertigt.


Rindentuch sieht nicht nur gut aus, es fasst sich auch noch toll an
Der Mutuba-Feigenbaum ist eine sinnvolle Ergänzung in Bananen- und Kaffeeanbauflächen

Rindentuch aus Uganda in der Hersbrucker Alb

So sehr sich die Möbelmacher auf Produkte aus der Region spezialisiert haben, so wenig sind sie provinziell. Der Feigenbaum wächst nur in tropischen Gegenden und er ergänzt hervorragend den Kaffee und Bananenanbau, weil er Schatten gibt, den Boden verbessert und eine zusätzliche Einnahmequelle für die Bauern bietet. Die Firma barkcloth hat sich dem fairen Handel verpflichtet und zahlt den Bauern deutlich mehr, verlangt aber auch höchste Feinheit und Qualität des Materials.

Die Herstellung von barkcloth ist ein traditionelles Handwerk, dessen Endprodukte auch in unseren Breitengraden nicht nur ästhetisch und funktional hervorragend einsetzbar sind, sondern die zusätzlich einen kleinen Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität in Afrika leisten. Die Verwendung von afrikanischen Produkten ist nach unseren Erfahrungen (nicht zuletzt durch die 25-jährige Mitgliedschaft im Eine-Welt-Verein Cocoyoc) die beste Methode, diesem Kontinent zu helfen und gleichzeitig eine gute Ergänzung zu unserem Angebot aus dem Holz der Hersbrucker Alb.

Ein ganzes Fotoalbum über die Herstellung des Rindentuches, ergänzt mit einigen Videos, finden Sie bei sevenload.

Nach ca. 8 Monaten, kann der Baum wieder geerntet werden.


Rindentuch Flächenvorhänge und Hanni Feist
Die Paneelwagenanlage vor unserem Bürofenster

Rindentuch am Fenster

Die vom Baum abgeschälte Rinde wird gekocht und mit zwei unterschiedlichen Hämmern geklopft und dabei um ca. das Dreifache in die Breite gezogen. Die Sonne verleiht dem Tuch innerhalb weniger Stunden die rostrote Farbe.

Die Rindenstruktur ist besonders gut sichtbar, wenn Licht hindurch fällt, was bei Flächenvorhängen oder Paneelwagenanlagen tagsüber von außen nach innen und abends andersrum der Fall ist. Besonders die geflickten Stellen begeisterten bisher unsere Kunden, weil es die Authentizität des Materials unterstreicht.

Ann Idstein hat schon einige wunderschöne Anlagen für uns gefertigt.

Die offizielle barkcloth-Seite von Oliver Heintz-Borongo.

Tür, Rückwand und Sockel aus Rindentuch
Türfüllungen aus Barkcloth

Möbel mit Rindentuch

Mit Barkcloth kann man auch Möbel bauen. Auf Glatte Flächen aufgeklebt, einfach in Türrahmen eingespannt, für Schlaf, Wohn und Arbeitszimmer. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt, mit Leim kann man das Material auch dreidimensional formen. Regelmäßig treffen wir uns mit Oliver Heintz, um neue Ideen zu realisieren. Wenn Sie auch eine haben, werden wir diese gerne versuchen zu verwirklichen.

Weltkulturerbe der Unseco

Im Jahr 2005 erklärt die Unesco das Rindentuch aus Uganda zum Weltkulturerbe.


Oliver Heintz und sein Rindentuch

Rindentuchlinks - alles über Barkcloth

Offizielle Barkclothseite


Erster Blogbeitrag

Fotogalerie über die Herstellung von Rindentuch

Fotogalerie   der Rindentuchparty in Uganda

Fotogalerie über die Schulung in Unterkrumbach

Weltkulturerbe der Unesco seit 2005


Taz-Blog von Sophie Haarhaus: Aktuelles aus Uganda



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